Medienbildung

 

In der heutigen Gesellschaft beeinflussen vielerlei moderne Medien in zunehmendem Maße die Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder. Medienerziehung in der Schule muss zum einen über die Gefahren des Medienkonsums aufklären, zum anderen muss sie den Kindern aber auch verlässliche Hilfestellungen geben, um sich in der verwirrenden Fülle von Informationen und Verlockungen zurechtfinden zu können. Dieser Auftrag kann nicht durch Einzelmaßnahmen erfüllt werden, er verlangt vielmehr eine kontinuierliche, situations- und alltagsbezogene Auseinandersetzung mit der Medienwelt. Durch die Anfertigung eigener Medien und die Arbeit mit dem Computer im Unterricht sollen unsere Grund-schüler die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten von Medien erfahren. Der Einsatz vielseitiger Medien, insbesondere der des Computers fördert und unterstützt eine selbstständige, eigenverantwortliche Lern- und Arbeitshaltung.

 

Im Rahmen der Inneren Schulentwicklung an der Grund- und Mittelschule Kirchheim legen wir ein besonderes Augenmerk darauf, die Medienkompetenz unserer Kinder und Jugendlichen zu verbessern und zu stärken. In diesem Zusammenhang freuen wir uns über die hervorragende Kooperation mit der Polizeidienststelle Haar, die dieses Projekt ermöglicht. Unter der Leitung von Frau Trummer werden die Jugendbeamten das 4-stündige Seminar selbst durchführen. Der Polizeikurs ist vorerst für die 5./6. und 7. Jahrgangsstufe angedacht.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit!

 

Bereits Anfang April fand für die 5. und 6. Ganztagesklasse das Seminar „Kompetenz in neuen Medien“ statt. Sehr abwechslungsreich wurden verschiedene Inhalte rund um die Themen Soziale Netzwerke, Schutz der eigenen Daten im Netz und die Einhaltung des Urheberrechts erarbeitet. Durch knifflige und provozierende Aussagen rund um die Legalität von Downloads oder die Privatsphäreeinstellungen bei Sozialen Netzwerken wurden Unklarheiten in gemeinsamen Diskussionen aus dem Weg geräumt. Auch wurden die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines animierten Kurzfilms und gemeinsamen Erfahrungsaustauschs darin gestärkt, das Weitersenden von Kettenbriefen per E-Mail, SMS oder Whatsapp stets kritisch zu hinterfragen. Besonders ihre aktive Rolle in allen Teilen des Seminars war für die Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckend. So durften zwei Schülerinnen am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn das geistige Eigentum geklaut wird, bzw. wie es ist, wenn man Cybermobbing ausgesetzt ist.

 

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Welche Lerninhalte lassen sich durch gezielte, aktive Medienarbeit besonders effektiv vermitteln?

 

Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit ein aus vier Lehrkräften zusammengesetztes Medienbildungsteam unserer Schule. Um die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu verbessern und zu stärken, wird ein schulspezifischer Medienlehrplan entwickelt.

 

„Lerne Medien sinnvoll zu nutzen, statt dich von ihnen beherrschen zu lassen!“

 

Dieses Motto gilt vor allem für unsere Mittelschüler. Sie sollen zu einer überlegten Auswahl des Medienangebots und, vor allem in beruflicher Hinsicht, zum sachgerechten Umgang mit den Informations- und Kommunikationstechniken angeleitet werden. Gezielte Informationsgewinnung aus Datennetzen aber auch die Arbeit mit traditionellen Medien wie dem Schulbuch werden ebenso wie der Daten- und Persönlichkeitsschutz unumgängliche Themen sein. Auch auf der kreativen Ebene werden die Schüler im Rahmen der Mediengestaltung gefördert.

 

Die Ausstattung unserer Klassenzimmer mit interaktiven Whiteboards ermöglicht unser Vorhaben in erhöhtem Maße, da es unterschiedliche Unterrichtsmedien vereint. Das Whiteboard ist ein multimediales Arbeitsgerät durch das Daten, Audio und Video miteinander kombiniert werden können. Interaktivität stellt den Schüler in den Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens und erhöht dadurch die Motivation zum Lernen enorm.